In zehn Jahren wird es die Dusche, wie wir sie heute kennen, nicht mehr geben

Wie wir künftig baden: die Human Washing Machine aus Japan
Wie wir künftig baden: die Human Washing Machine aus Japan

In einer Zeit, in der Innovation und Effizienz großgeschrieben werden, hat ein japanisches Unternehmen eine futuristische Alternative zur normalen Dusche vorgestellt. Die sogenannte „Human Washing Machine“, deren offizieller Name Mirai Ningen Sentakuki (auf Deutsch: „Waschmaschine des Menschen der Zukunft“) lautet, will die tägliche Körperpflege ganz anders denken. Vorgestellt wurde das Konzept erstmals auf der Expo 2025 – und es bietet nicht nur einen automatischen Waschvorgang, sondern auch ein Erlebnis, das an einen Spa-Besuch erinnert.

Wie aus der Konzeptstudie ein Produkt wurde

Hinter dem Projekt steht die japanische Firma Science Co. aus Osaka. Was als Konzeptstudie begann, soll jetzt in ein verkaufsfähiges Produkt übergehen. Nach der Präsentation auf der Expo 2025 wird die Testeinheit in den Science-Showroom in Osaka umziehen, wo Interessierte die Technik weiterhin hautnah erleben können.

Außerdem hat Science Co. bereits sechs Geräte verkauft, die in Hotels und Wellnesszentren in Japan aufgestellt werden sollen. Eine Einheit wird ab 2026 in einem Hotel in Osaka installiert, was den Start einer breiteren kommerziellen Nutzung markieren dürfte. Das Unternehmen plant, die Maschine weiterzuentwickeln und neue Einsatzfelder auszuprobieren.

Technik trifft Entspannung

Die Human Washing Machine fällt nicht nur durch ihr futuristisches Design in Form einer geschlossenen Kapsel auf, sondern auch durch die Kombination aus Ultraschallwellen und künstlicher Intelligenz. Der gesamte Reinigungsprozess dauert rund 15 Minuten und soll sowohl wirksam als auch schonend sein. Nachdem sich eine Person in die Kapsel gelegt hat, wird diese mit warmem Wasser und winzigen Luftblasen gefüllt. Laut Prestige Online Thailand lösen diese Luftblasen Schmutz und abgestorbene Hautzellen – ganz ohne Seife.

Sensoren analysieren in Echtzeit den Hauttyp und die Stimmung der Person, und über Lichtprojektionen, Düfte, beruhigende Musik und Naturbilder entsteht eine individuell abgestimmte, entspannende Atmosphäre. Am Ende spülen Wasserstrahlen alles ab – ganz ohne manuelles Schrubben. Laut Japan Today fühlten sich fast 98 Prozent der Testpersonen entspannt, manche verglichen das Erlebnis direkt mit einem Spa-Besuch.

Kosten und Ausblick

Trotz der vielversprechenden Technologie gibt es noch Hürden. Der Preis für die Human Washing Machine liegt derzeit in der Größenordnung eines importierten Luxuswagens, was sie für den Privatgebrauch aktuell unerschwinglich macht. Hinzu kommen hohe Installationskosten wegen der Größe und der technischen Anforderungen. Deshalb richtet sich der Verkauf vorerst an gewerbliche Einrichtungen.

Ob die Maschine irgendwann in privaten Bädern landet, bleibt offen. Angesichts der positiven Rückmeldungen von Testpersonen und der Möglichkeiten dieser Technik ist es aber nicht ausgeschlossen, dass die Human Washing Machine eines Tages Teil des Alltags wird. Für Science Co. und eine technikaffine Gesellschaft könnte das der Auftakt zu einer neuen Art des Badens sein, die mehr bietet als reine Sauberkeit – sie steht für Komfort und Lebensstandard der Zukunft.