Experten sind sich einig: Die Heizung den ganzen Tag auf niedriger Stufe laufen zu lassen ist keine gute Methode, um Gas zu sparen

Mit Einbruch der kalten Jahreszeit in der Tschechischen Republik machen sich viele Haushalte wegen der hohen Strom- und Gaspreise Sorgen. Deshalb suchen viele nach effizienten Wegen, um ihre Wohnungen warm zu halten, ohne das Budget zu sprengen. Ein weit verbreiteter Glaube ist, die Heizung dauerhaft niedrig laufen zu lassen sei günstiger. Fachleute sagen das Gegenteil und geben klare Alternativen.
Was Experten zu den Heiz-Mythen sagen
Das Fachwissen stützt sich auf Aussagen führender Spezialisten für Klima- und Energieeffizienz. Diese Experten argumentieren, dass ein Dauerbetrieb der Heizung nicht nur unwirtschaftlich, sondern auch unnötig teuer ist. In den Informationsbulletins des Národní centrum ekologického vzdělávání (Nationales Zentrum für ökologische Bildung) heißt es: „Es wird weniger Energie verbraucht, wenn Sie die Heizung in der Nacht oder beim Verlassen des Hauses ausschalten, als wenn Sie sie eingeschaltet lassen.“
Ein Industrieingenieur mit Schwerpunkt erneuerbare Energien bezeichnet die Annahme eines dauerhaften Heizbetriebs als „Mythos“ und „Absurdität“. Er erklärt, dass die physikalischen Grundlagen klar sind: Kontinuierliches Heizen spart keine Energie.
Smarter heizen: Steuerungssysteme und Vorteile
Experten empfehlen programmierbare Systeme und smarte Thermostate, um effizient zu heizen. Diese Geräte regeln die Temperatur nur dann, wenn Menschen im Haus sind (oder kurz bevor sie zurückkommen). Der Thermostat, oft unterschätzt, ist ein sehr wirkungsvolles Werkzeug.
Solche Technologien schalten die Heizung etwa 20–30 Minuten vor der Rückkehr der Bewohner ein, was in der Regel ausreicht, um wieder angenehme Temperaturen zu erreichen.
Als empfohlene Raumtemperaturen gelten 18–21 °C. Besonders nachts liegt die optimale Temperatur bei 18 °C, um Energie zu sparen. Jede unnötige Erhöhung um ein Grad kann 80–100 € pro Jahr zusätzlich kosten. Haushalte, in denen oft niemand zuhause ist, können durch bedarfsorientiertes Heizen deutlich sparen.
Praktische Maßnahmen für niedrigere Heizkosten
Neben Technik gibt es einfache, effektive Maßnahmen, die Heizkosten senken. Beispielsweise sollte man die Heizkörper jährlich spülen lassen, damit sie richtig funktionieren.
Weitere Tipps:
- Überprüfung von Fenstern und Türen, um Wärmeverluste zu vermeiden.
- Installation von Gummidichtungen an Fenster- und Türrahmen.
- Beheizung nur der genutzten Räume und Türen geschlossen halten.
- Tageslicht nutzen und Vorhänge oder Jalousien nachts schließen.
Diese Maßnahmen helfen, die Wärme im Haus besser zu halten und den Verbrauch zu reduzieren.
Wie eine langfristige Strategie aussehen kann
Fachleute empfehlen drei Schwerpunkte: die smarte Nutzung der Heizsysteme, das Halten moderater Temperaturen und das Minimieren von Wärmeverlusten durch einfache Alltagsmaßnahmen. Das senkt nicht nur die monatlichen Ausgaben, sondern sorgt auch für dauerhaft angenehmen Wohnkomfort.
Die vorgestellten Ansätze bieten Haushalten in der Tschechischen Republik (und darüber hinaus) eine solide Basis, um mit steigenden Energiekosten umzugehen. Die Methoden helfen Verbrauchern, die Balance zwischen notwendigem Komfort und bezahlbarer Effizienz zu finden und regen dazu an, über traditionelle Gewohnheiten beim Heizen hinauszudenken.